Miscanthus-Mulch: Versuchsergebnisse und Aufwandmengen für Beete, Gewächshäuser und Baumschulen
Französische Städte verwenden Miscanthus-Häcksel seit den 2010er-Jahren als Mulch, und nach 2017, als Pflanzenschutzmittel auf öffentlichen Flächen verboten wurden, stieg die Nachfrage. In Versuchen wurde Miscanthus-Mulch mit Stroh, Rinde, Holzhackschnitzeln und Hanfschäben verglichen. Wir beschreiben zuerst die Versuchsergebnisse, die wichtigsten Einsatzbereiche, die Eigenschaften des Materials sowie Schichtdicke und Aufwandmenge. Danach vergleichen wir Miscanthus mit anderen Mulchmaterialien, berechnen die Kosten je Quadratmeter und vergleichen die Marge je Hektar beim Verkauf als Mulch mit der beim Verkauf als Brennstoff. Zum Schluss beschreiben wir den Markt und den Mulch für den Einzelhandel, den wir aus unseren eigenen Feldern vorbereiten.
Kultursubstrate: Miscanthus als Kultursubstrat · Hecken: der Artikel über die Hecke · Aufwandmengen: Kapitel 05
Das Wichtigste für Gärtner, Erwerbsbetriebe und Grünflächenämter
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Eine 5 cm dicke Schicht Miscanthus-Häcksel unterdrückt die meisten Unkräuter etwa zwei Vegetationsperioden lang.
In einem französischen Versuch auf kommunalen Strauchbeeten ging die Zahl der Unkräuter unter Miscanthus 18 Monate lang um mehr als 80–90 % zurück, und nach zwei Jahren zeigte die Schicht sichtbare Zersetzung. Stroh und Flachs hielten im selben Versuch sechs bis zwölf Monate. Ein deutscher Obstbauversuch gibt die Haltbarkeit einer Miscanthus-Schicht mit zwei Vegetationsperioden an, ebenso lange wie bei Kiefernrinde und Holzhackschnitzeln. -
Der Mulch hält den Boden feucht und verändert seinen pH-Wert nicht.
Unter Reben in der Republik Moldau enthielt der Boden unter Miscanthus in 10–15 cm Tiefe über die Saison etwa doppelt so viel Wasser wie unbedeckter Boden. In einem österreichischen Gewächshaus brauchte das mit Heu und Gras gemulchte Abteil etwa halb so viel Gießwasser wie das ungemulchte. Im französischen Versuch lag der pH-Wert des Bodens nach zwei Jahren unter jedem Mulch, auch unter Miscanthus, unverändert bei 7,3–7,5. -
Unter einer Mulchauflage wurde kein Stickstoffentzug gemessen, und eingearbeitetes Häckselgut legt Stickstoff fest.
Reben unter 10–20 cm Miscanthus zeigten keine Veränderung der Stickstoffversorgung, und eine Übersichtsarbeit zu Holzhackschnitzeln kommt für Mulchauflagen zum gleichen Ergebnis. In einer Untersuchung von Substratausgangsstoffen legte Miscanthus-Stroh innerhalb einer Woche 70 % des zugegebenen Stickstoffs fest. Der Mulch wird deshalb auf die Oberfläche aufgebracht und nicht eingearbeitet. -
Das Häckselgut enthält weder Miscanthus-Samen noch Gerbstoffe, hat ein geringes Gewicht und ist vermutlich ebenso leicht entzündlich wie Stroh.
Der Klon bildet keine Samen. Abgesetztes Häckselgut wiegt etwa 100–130 kg je Kubikmeter, deshalb wird die Schicht nach dem Ausbringen eingewässert, damit der Wind sie nicht verweht. In Versuchen zur Entzündbarkeit, in denen Miscanthus nicht geprüft wurde, fing Stroh an Glut weit häufiger Feuer als Rinde. Miscanthus-Häcksel wird deshalb wie Stroh behandelt. -
Die Jahresernte eines Hektars reicht, um etwa 2.200–3.500 Quadratmeter 5 cm dick zu mulchen.
Grundlage sind 12–18 t Trockenmasse je Hektar und eine Schüttdichte von etwa 120 kg je Kubikmeter im abgesetzten Zustand, wie in Kapitel 05 berechnet.
Unter einer Mulchauflage wächst weniger Unkraut und der Boden bleibt feuchter, ohne dass sich pH-Wert und Stickstoffversorgung ändern
Die wichtigsten Vergleiche zwischen Mulchmaterialien stammen aus zwei Versuchen. In Hazebrouck in Nordfrankreich brachte ein Pflanzenschutzdienst elf Mulchmaterialien 5 cm dick auf Strauchbeeten in der Innenstadt aus und zählte zwei Jahre lang die Unkräuter. In Wallonien bewertete ein Forschungszentrum drei Jahre lang Miscanthus, Hanfschäben, Kiefernrinde und Mulchvlies in 5 cm Dicke in einer Baumschule und auf einem Spargelfeld. Weinbergversuche in Frankreich, Ohio und der Republik Moldau sowie Gewächshausversuche in Österreich und Spanien ergänzen Messwerte zu Bodenfeuchte, Temperatur und Ertrag.
| Versuch | Aufbau | Messwerte für Miscanthus |
|---|---|---|
| Hazebrouck, Frankreich, 2010–2012 | Elf Mulchmaterialien, 5 cm dick, auf Strauchbeeten in der Innenstadt | Zahl der Unkräuter 18 Monate lang durchgehend um mehr als 80–90 % niedriger als auf der unbedeckten Parzelle; in dieser Zeit leichte bis mittlere, nach 24 Monaten sichtbare Zersetzung; pH-Wert des Bodens 7,3–7,5 unter jedem Mulch, wie auf unbedecktem Boden; geringe Wirkung auf die organische Bodensubstanz; eine dickere Schicht empfohlen, weil die ungleichmäßigen Stücke kleine Lücken lassen. |
| Wallonien, Belgien, 2014 | Mulchmaterialien, 5 cm dick, in einer Unterlagen-Baumschule und auf einem Spargelfeld, drei Jahre | Unkrautunterdrückung im ersten Jahr sehr gut, im zweiten gut bis mittel, im dritten schwach, derselbe Verlauf wie bei Hanfschäben und Kiefernrinde; Kosten etwa 0,75 € je Quadratmeter und Jahr bei Bezug direkt vom Anbauer; bei sehr nasser Witterung harmlose Pilze auf der Oberfläche. |
| Loir-et-Cher, Frankreich, 2019–2020 | Reben, 80 cm breiter Streifen, 10–20 cm hoch | Eine von 27 Reben verunkrautet; der Mulch blieb die ganze Saison an Ort und Stelle; keine Veränderung der Stickstoffversorgung der Reben; weniger Trauben, aber schwerere und süßere Beeren; Material und Ausbringung etwa 2.200 € je Hektar und Jahr gegenüber 63 € für die mechanische Unkrautbekämpfung. |
| Gard, Frankreich, drei Jahre | Reben, 10 cm Miscanthus-Stroh, Holzhackschnitzel, Faservlies | Unkrautdeckung nach drei Jahren 15–38 % unter den Mulchmaterialien gegenüber 76 % auf der unbedeckten Kontrolle; Miscanthus setzt sich gut ab und wird, einmal verdichtet, vom Wind nicht mehr verweht. |
| Republik Moldau, 2024 | Reben, 50 cm breiter Miscanthus-Streifen | Bodenfeuchte in 10–15 cm Tiefe über die Saison etwa doppelt so hoch wie auf unbedecktem Boden; Verdunstung etwa auf ein Drittel verringert; Triebwachstum um 12–20 % höher; nur ein Standort, Wiederholungen nicht angegeben. |
| Ohio, 2019–2020 | Reben im Winter: Stroh, Maisstroh und Miscanthus im Vergleich zum Anhäufeln mit Erde | Veredelungsstellen blieben bei Lufttemperaturen unter −15 °C über −2 °C; Unkrautunterdrückung und Bodenfeuchte besser als beim Anhäufeln; keine Wirkung auf Ertrag und Fruchtqualität. |
| Steiermark, Österreich, 2020 | Gewächshausgurken unter Heu- und Grasmulch | Das gemulchte Gewächshausabteil brauchte 39.800 Liter Gießwasser gegenüber 83.000 Litern im ungemulchten; Erträge gleich oder leicht höher; Lebendmulche erhöhten Luftfeuchte und Krankheitsdruck. |
| Almería, Spanien, 2022 | Gewächshaustomaten unter Polyethylenfolie, abbaubarer Folie und Stroh | Verdunstung, Unkraut und Ertrag unter Stroh wie unter Folie; Boden unter jedem Mulch wärmer; Getreidesamen im Stroh keimten die ganze Saison über. |
In den Versuchen zeigten sich zwei Einschränkungen. Ausdauernde Unkräuter wachsen ab dem zweiten Jahr durch organische Mulchschichten: In den französischen Versuchen durchwurzelten Ackerwinde, Quecke, Löwenzahn und Disteln die Schicht, und in Wallonien fiel die Bewertung im dritten Jahr auf „schwach“. Außerdem wird die Schicht mit der Zersetzung dünner. Ein Beet mit 5 cm Mulch muss deshalb nach zwei Vegetationsperioden nachgefüllt werden, ein Streifen im Weinberg mit 10–15 cm nach ein bis zwei Jahren. Berater in der Region Pays de la Loire, die unter Reben eine Bodenbedeckung für drei bis vier Jahre anstreben, bringen 20 cm in zwei Durchgängen aus, weil sich die erste Schicht mit Wasser vollsaugt und zusammensinkt.
Die Wirkung auf den Ertrag war von Versuch zu Versuch verschieden. Die Reben im Loir-et-Cher trugen weniger Trauben mit größeren Beeren, die moldauischen Reben wuchsen stärker, und in Ohio blieb der Ertrag unverändert. Im Elsass verringerte ein Mulch aus Holzhackschnitzeln den Ertrag durch Stickstofffestlegung; Miscanthus wurde in diesem Versuch nicht geprüft. In polnischen Apfelanlagen führte Miscanthus-Stroh unter den Bäumen zu stärkerem Stammwachstum, zu Erträgen auf dem Niveau des Herbizidstreifens und zu größeren Früchten, gegen ausdauernde Unkräuter war allerdings weiterhin ein Herbizid nötig.
Unter den elf Mulchmaterialien waren auch Kiefernrinde und Kakaoschalen. Die Rinde versauerte den Boden nicht, obwohl ihr diese Wirkung oft nachgesagt wird.
Stickstoff unter einer Mulchauflage
Unter einer Auflage aus Miscanthus oder aus Holzhackschnitzeln wurde bei eingewachsenen Pflanzen kein Stickstoffentzug gemessen. Werden die Häcksel in den Boden eingearbeitet, legen sie Stickstoff fest, und frische Holzhackschnitzel, dick auf nackten Waldboden aufgeschüttet, senkten den Nitratgehalt des Bodens eine Saison lang auf ein Viertel.
Einsatz auf öffentlichen Beeten und Zierbeeten, in Gemüse- und Erdbeerreihen, im Gewächshausboden, in Weinbergen, Obstanlagen und Baumschulcontainern
Französische Städte und Gemeinden gehören zu den wichtigsten Abnehmern von Miscanthus-Mulch. Seit 2017 dürfen sie auf öffentlichen Flächen keine Pflanzenschutzmittel mehr einsetzen, und eine Übersicht zum französischen Miscanthus-Anbau nennt dieses Jahr als Wendepunkt für die Nachfrage nach Mulch. Auch in den übrigen Einsatzbereichen wird der Boden mit Mulch bedeckt, statt Herbizide einzusetzen oder zu hacken.
Zierbeete und öffentliche Grünflächen
Für diesen Einsatz gibt es die meisten Belege. Rethel in den Ardennen mulcht seine Beete seit 2009 mit 5–8 cm Miscanthus, Ableiges im Val-d’Oise seit 2017. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau empfiehlt 3–5 cm Miscanthus-Häcksel für ihre Staudenmischpflanzungen und als Alternative zu mineralischem Mulch an Gehölzrändern. Niederländische Grünflächenunternehmen bringen ihn im kommunalen Auftrag 5 cm dick aus und berichten von weniger Hackgängen.
Gemüsebeete
Zwischen den Reihen und um ausgepflanzte Kulturen werden 3–5 cm ausgebracht, sobald die Pflanzen angewachsen sind. Saatbeete werden nicht gemulcht, weil die Keimlinge die Schicht nicht durchdringen können, und Zwiebeln, Schalotten und Knoblauch bleiben unbedeckt, weil die Schicht Feuchtigkeit hält. In Frankreich wird abgepackter Miscanthus-Mulch für Erdbeeren und Gemüse verkauft.
Erdbeeren
Unter Erdbeeren wurde Miscanthus bisher in keinem Versuch geprüft. Organische Mulche halten die Früchte vom Boden fern. In einem finnischen Versuch waren unter Stroh, Flachsmatte und Holzhackschnitzeln 3–14 % der Ernte von Grauschimmel befallen, und die auf Holzhackschnitzeln gewachsenen Beeren waren am längsten haltbar. In einem deutschen Versuch fanden Schnecken unter einer Mulchfolie Unterschlupf. Bei Erdbeeren wird die Mulchschicht dünn gehalten, und die Pflanzen werden regelmäßig kontrolliert.
Boden in Gewächshaus und Folientunnel
Bei Gurken im gewachsenen Boden eines österreichischen Gewächshauses sank der Gießwasserbedarf unter einem Mulch aus Heu und Gras auf die Hälfte. In einem spanischen Gewächshaus schnitt Stroh bei Tomaten ebenso gut ab wie Kunststofffolie. Die Tropfschläuche werden unter dem Mulch verlegt, und gedüngt wird über die Schläuche. Unter Glas war der Boden unter jedem Mulch wärmer.
Weinberg und Obstanlage
Unter Reben und Obstbäumen wird der Mulch als 50–80 cm breiter und 10–20 cm hoher Streifen ausgebracht; mit einem Seitenstreuer dauert die Arbeit 10–18 Stunden je Hektar. Der Streifen ersetzt ein bis zwei Jahre lang die mechanische Unkrautbekämpfung und das Herbizid. Im Versuch im Loir-et-Cher lagen die Kosten bei etwa 2.200 € je Hektar und Jahr, Material und Ausbringung eingeschlossen, und damit weit über denen der mechanischen Unkrautbekämpfung. Winzer und Obstbauern setzen den Mulch auf steilen oder schmalen Parzellen ein, auf denen sich Geräte zur Unkrautbekämpfung nur schwer einsetzen lassen.
Baumschulcontainer
Auf Containerpflanzen kann eine 2–3 cm dicke Abdeckung gegen Lebermoos und Unkraut aufgebracht werden. Einen Containerversuch mit Miscanthus gibt es nicht. Die Schichtdicke ist deshalb von vorgedämpften Reisspelzen abgeleitet, die in einem US-Versuch bei 1,3–2,5 cm das Lebermoos fast vollständig unterdrückten. Leichte Abdeckungen werden aus den Töpfen geweht und von Vögeln herausgescharrt, deshalb wird das Material eingewässert.
Mulch auf öffentlichen Grünflächen, auf Feldern, im Folientunnel und im Weinberg
- Grünanlage · Normandie

Ein gemulchtes Beet in einer öffentlichen Grünanlage in der Normandie. Foto: Jmalo, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Park · Burghley House

Mulch um den Stammfuß einer alten Eiche im Park von Burghley House bei Stamford, England, im April 2017. Foto: Lamiot, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Kommunaler Lagerplatz · Lille

Lose angelieferter Miscanthus-Häcksel auf einem kommunalen Lagerplatz in Lille, November 2018. Foto: Lamiot, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Erdbeeren · Dülmen

Erdbeeren auf Stroh bei Dülmen, Nordrhein-Westfalen. Für diesen Einsatz wird Miscanthus-Mulch in Frankreich in Säcken verkauft. Foto: Dietmar Rabich, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Folientunnel · Cornwall

Hochbeete in einem Folientunnel des Kehelland Trust in Cornwall, April 2025. Auf dem Weg zwischen den Beeten liegen Holzhackschnitzel. Foto: David Medcalf, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.
- Reben · Frankreich

Gemulchte Rebzeilen in Frankreich im Februar. Foto: Olivier Lemoine, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Das Häckselgut besteht aus trockenen, verholzten Halmen, die leicht, nahezu pH-neutral und nährstoffarm sind
Bis zum Spätwinter hat Miscanthus den größten Teil seiner Blätter abgeworfen, sodass die Ernte vor allem aus trockenen Halmen besteht. Die Halme enthalten 8–12 % Lignin, 41–53 % Cellulose und nur 0,4 % Stickstoff. Die folgenden Werte stammen aus britischen Messungen an Halmen des Klons aus der Frühjahrsernte und aus den deutschen Referenzwerten für den Brennstoff.
Die Schicht enthält je Quadratmeter rund 10–40 g Stickstoff und 20–50 g Kali, die über mehrere Jahre freigesetzt werden. Das ist zu wenig, als dass sie als Dünger wirken oder den Salzgehalt des Bodens erhöhen könnte.
Häckselgut aus Halmen und aus der ganzen Pflanze
Die Blätter enthalten doppelt so viel Stickstoff wie die Halme, fünfmal so viel Silizium und dreimal so viel Asche. Häckselgut aus einer Spätwinterernte, das überwiegend aus Halmen besteht, ist heller und zersetzt sich langsamer als Häckselgut aus der ganzen Pflanze, die im Herbst geschnitten wurde.
Vorteile des Materials
- Keine Miscanthus-Samen. Der Klon bildet keine Samen. Mit einer verschmutzten Ernte können Unkrautsamen und Erde vom Feld ins Material gelangen; deshalb werden die Felder sauber gehalten, und das Häckselgut wird gesiebt.
- Weder Gerbstoffe noch Säure. Das Häckselgut ist nahezu neutral, und der pH-Wert des Bodens darunter blieb im französischen Versuch unverändert.
- Langsame Zersetzung. Die Halme sind reich an Lignin und Cellulose, und in Streubeutelversuchen baute sich Miscanthus-Stroh langsamer ab als Weizenstroh.
- Helle Farbe. Die helle Oberfläche reflektiert mehr Licht als unbedeckter Boden oder ein dunkler Mulch und dürfte den Boden im Freiland kühler halten; unter Miscanthus wurde die Bodentemperatur jedoch nicht gemessen.
Nachteile und Vorsichtsmaßnahmen
- Geringes Gewicht. Das Häckselgut ist leicht. Eine frische Schicht verweht deshalb, bis sie eingewässert ist, und Ladungen werden beim Transport abgedeckt.
- Brandgefahr. In Versuchen zur Entzündbarkeit, in denen Miscanthus nicht geprüft wurde, fing Weizenstroh an einem glimmenden Holzkohlebrikett weit häufiger Feuer als Rinde oder Holzhackschnitzel, und ein Haufen nass geernteten Häckselguts erwärmt sich bei der Lagerung. Das Häckselgut wird deshalb trocken gelagert, und die Mulchschicht wird von Grillplätzen und Feuerstellen ferngehalten.
- Schimmel. In nassen Herbsten wachsen auf der Oberfläche harmlose Pilze, und einer davon, der Tintling, kann Pflaster verfärben.
- Mäuse und Schnecken. Mulch kann beiden Unterschlupf bieten. Der deutsche Obstbauversuch berichtet von Mäusen, und in britischen Versuchen hielt Mulch Schnecken nicht auf. Die Behauptung, Miscanthus halte Schnecken fern, ist durch keinen Versuch belegt.


Schichtdicke nach Einsatzbereich sowie Volumen und Gewicht des benötigten Mulchs
Die benötigte Mulchmenge ergibt sich aus der Fläche multipliziert mit der Schichtdicke. Bei 5 cm sind es 50 Liter je Quadratmeter, ein 125-Liter-Sack reicht also für zweieinhalb Quadratmeter. Der Rechner unten ermittelt aus Fläche und Schichtdicke die Menge in Kubikmetern, die Zahl der Säcke, das Gewicht und den Anteil an der Jahresernte eines Hektars, den die Fläche erfordert.
| Wo | Schichtdicke | Liter je m² | Quelle |
|---|---|---|---|
| Strauch- und Staudenbeete, öffentliche Grünflächen | 5 cm; 7–10 cm auf verunkrautetem Boden | 50–100 | FREDON-Versuch 2012; Landwirtschaftskammern der Normandie; Praxis in Rethel |
| Staudenmischpflanzungen in den ersten Jahren | 3–5 cm | 30–50 | LWG Veitshöchheim |
| Gemüse- und Erdbeerreihen | 3–5 cm, nach dem Anwachsen der Pflanzen | 30–50 | Merkblatt eines deutschen Kompostwerks; französische Sackware |
| Weinberg und Obstanlage, unter der Reihe | 10–20 cm in einem 50–80 cm breiten Streifen | 100–200 je m² Streifen | DEPHY Loir-et-Cher; IFV Gard; Beratung Pays de la Loire |
| Baumschulcontainer | 2–3 cm als Abdeckung | 20–30 | In Anlehnung an Reisspelzen (US-Versuch) |
Mulchbedarf für eine Fläche
- Benötigter Mulch
- 5 m³
- Säcke zu 125 Litern
- 40
- Gewicht bei 120 kg je Kubikmeter
- 600 kg
- Anteil an der Ernte eines Hektars
- 3,6 %
Die Rechnung geht von abgesetztem Häckselgut mit 120 kg je Kubikmeter aus und von einem Hektar ausgewachsenem Miscanthus, der im Jahr etwa 140 Kubikmeter Häckselgut liefert. Dieser Wert liegt nahe der Mitte der unten genannten Spanne von 110–175 m³.
Ein Hektar ausgewachsener Miscanthus liefert im Jahr 12–18 Tonnen Trockenmasse, das sind 14–21 Tonnen Häckselgut bei der Feuchte, mit der es verkauft wird, oder etwa 110–175 Kubikmeter im abgesetzten Zustand. Damit lassen sich etwa zwanzig Jahre lang jedes Jahr rund 2.200–3.500 Quadratmeter 5 cm dick mulchen, zum Beispiel die Beete eines großen Parks oder die Reihen einer Gemüsegärtnerei.
Der Mulch wird nach dem Pflanzen oder Jäten auf sauberen, feuchten Boden ausgebracht und eingewässert, damit sich die oberste Lage verfestigt. Ist die Schicht dünner geworden, wird frischer Mulch auf die alte Schicht aufgebracht. Der Mulch wird weder eingearbeitet noch auf Saatbeete gestreut. Im Weinbau brachte eine französische Winzergruppe feuchten Mulch, der kurz vor einem Frost ausgebracht wurde, mit etwas stärkeren Frostschäden an den Reben in Verbindung.
Bei 8 cm reicht ein Kubikmeter für 12,5 Quadratmeter, bei 3 cm für etwa 33. Im Merkblatt des deutschen Kompostwerks aus der Tabelle oben wird das Volumen in Kubikmetern als Fläche in Quadratmetern mal 0,04 angegeben, was einer 4 cm dicken Schicht entspricht.
Mulch aus einem Ballen
Ein großer Quaderballen von 2,6 Kubikmetern ergibt etwa sechs Kubikmeter lockeren Mulch, genug für rund 120 Quadratmeter bei 5 cm Schichtdicke. Ein Rundballen von 250–350 kg reicht für 40–60 Quadratmeter.


Miscanthus im Vergleich mit Stroh, Rinde, Holzhackschnitzeln, Hanfschäben, Kakaoschalen und Folie
Die Tabelle beruht auf den beiden Vergleichsversuchen aus Kapitel 02, den Berichten aus dem Weinbau und den darunter aufgeführten Studien. Nach diesen Quellen hält Miscanthus etwa so lange wie Kiefernrinde, Holzhackschnitzel und Hanfschäben und länger als Stroh.
| Material | Haltbarkeit | Eingeschleppte Samen | pH-Wert des Bodens | Stickstoff | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|---|
| Miscanthus-Häcksel | Zwei Vegetationsperioden bei 5 cm; unter Reben 10–15 cm, alle 1–2 Jahre erneuert | Keine Miscanthus-Samen; Samen von Ackerunkräutern möglich | pH 6,5–7,2; pH-Wert des Bodens nach zwei Jahren unverändert | Unter einer Auflage kein Entzug gemessen; eingearbeitet starke Festlegung | Hell; leicht, wird daher nach dem Ausbringen eingewässert; Schimmelflecken in nassen Herbsten; entzündet sich vermutlich wie Stroh an Glut (nicht geprüft) |
| Getreidestroh | Sechs bis zwölf Monate; 40 cm unter Reben, jährlich erneuert | Getreidesamen keimen; ausdauernde Gräser wurzeln in der Schicht | Leichter Anstieg in einem Gewächshausversuch | Gering; stickstoffreicher als Miscanthus | Günstig; wird innerhalb weniger Monate unansehnlich; entzündet sich an Glut |
| Kiefern- oder Fichtenrinde | Zwei bis drei Jahre | Keine | In zwei Versuchen nach zwei bis drei Jahren keine messbare Veränderung, obwohl Rinde oft eine versauernde Wirkung nachgesagt wird | Wird nicht eingearbeitet | Dunkel; schwer; entzündet sich selten an Glut |
| Holzhackschnitzel aus Astholz | Bei 15 cm bis zum dritten Jahr zusammengesackt | Gering | Keine Veränderung gemessen | Starke Stickstofffestlegung unter frischen Hackschnitzeln in elsässischen Weinbergen und in einem Waldversuch gemessen | Auf dem Hof oft kostenlos; große Mengen zu bewegen; wird von Wildschweinen durchwühlt |
| Hanfschäben | Zwei Vegetationsperioden bei 5 cm | Hanfsämlinge aus schlecht gereinigten Schäben | Keine Versauerung | Legt in den ersten Jahren an der Oberfläche etwas Stickstoff fest | Speichert das Vierfache des eigenen Gewichts an Wasser; in wallonischen Versuchen etwa 2 € je m² und Jahr |
| Kakaoschalen | Im französischen Versuch 18 Monate lang sehr gute Unkrautunterdrückung | Keine | Gibt Mineralstoffe ab; erhöhte die organische Substanz im Boden | Gering | Dunkel; erwärmt den Boden; giftig für Hunde; Transport aus den Tropen |
| Mulchvlies oder Folie | Vlies zwei Jahre und länger; abbaubare Folie eine Saison | Keine | Keine Veränderung | Keine Wirkung | Schnecken unter der Folie; Hitze und Milben auf schwarzem Kunststoff; dem Boden wird nichts zurückgegeben |
Die sieben Materialien der Tabelle
- Miscanthus-Häcksel

Gehäckselte Miscanthus-Halme auf einem Lagerplatz in Lille, November 2018. Foto: Lamiot, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Getreidestroh

Erdbeerreihen mit Stroh dazwischen in Holt bei Wrexham, Juni 2014. Foto: Jeff Buck, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.
- Rinde

Rindenmulch um ein Kapkörbchen in einem Vorgarten in Berlin-Karow, April 2007. Foto: Geoprofi Lars, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Holzhackschnitzel

Holzhackschnitzelmulch auf einem Beet im Garten der RHS in Wisley, Surrey. Foto: Rowan Adams, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Hanfschäben

Hanfschäben, die zerkleinerten verholzten Teile des Hanfstängels, in einem Korb mit deutschsprachigem Etikett, 2008. Foto: Florian Gerlach, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
- Kakaoschalen

Kakaoschalenmulch in einem Beet mit einem Schild, das darauf hinweist, dass er für Hunde giftig ist, 2009. Foto: Leslie Seaton, via Wikimedia Commons, CC BY 2.0.
- Folie

Erdbeeren auf schwarzer Mulchfolie aus Kunststoff auf einem Selbstpflückfeld in der Vorderpfalz, Juni 2021. Foto: Fischer.H, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Holzhackschnitzel gibt es auf einem Hof oft kostenlos, und sie werden am häufigsten mit Miscanthus verglichen. Eine dicke Schicht frischer Hackschnitzel auf nacktem Boden kann eine Saison lang Stickstoff festlegen, wie in den elsässischen Weinbergen und in einem Waldversuch, und eine 15 cm dicke Schicht sackt bis zum dritten Jahr zusammen. Abgelagerte Hackschnitzel eignen sich gut als Mulch. Rinde hält etwa so lange wie Miscanthus. Sie ist schwerer und dunkler und entzündet sich selten an Glut. Stroh ist unter diesen Materialien das billigste und das kurzlebigste, und es bringt Getreidesamen mit.
Die Preise dieser Materialien und die Kosten einer Mulchschicht je Quadratmeter sind in Kapitel 07 gegenübergestellt.

Die Kosten einer 5 cm dicken Schicht je Quadratmeter und die Marge je Hektar beim Verkauf als Mulch oder als Brennstoff
In der ersten Tabelle sind die Preise für Miscanthus, Rinde, Holzhackschnitzel und Stroh auf die Kosten einer 5 cm dicken Schicht umgerechnet, für die 50 Liter je Quadratmeter nötig sind. Die Menge für jede andere Fläche lässt sich mit dem Rechner in Kapitel 05 ermitteln. Für die zweite Tabelle haben wir die Marge je Hektar beim Verkauf der Ernte als Mulch berechnet und mit der Marge beim Verkauf als Brennstoffballen verglichen.
Kosten einer 5 cm dicken Mulchschicht je Quadratmeter
| Material und Angebotsform | Je m² bei 5 cm | Preis je m³ | Ort, Zeitpunkt und Preisbasis |
|---|---|---|---|
| Miscanthus, lose, zur Selbstabholung ab Hof | 1,50–2,40 € | 30–48 € | Drei Höfe in Frankreich, 2026; ein Preis inkl. MwSt., bei den beiden anderen keine Angabe dazu |
| Miscanthus im Big Bag ab Hof oder vom Baustoffhändler | 3,00–4,00 € | 60–80 € | Frankreich, 2026; Höfe 60–67 €, Händler 65–80 € ohne MwSt. |
| Miscanthus im Sack aus Gartencentern und Baumärkten | 8,90–14,00 € | 178–280 € | Deutschland, Belgien und Frankreich, 2026; Säcke zu 50–70 Litern, inkl. MwSt. |
| Miscanthus im 125-Liter-Sack bei einer französischen Gartencenterkette | 16,00–20,00 € | 320–400 € | Frankreich, 2026; inkl. MwSt. |
| Rindenmulch, lose, ab Kompostwerk | 2,60–2,95 € | 52–59 € | Deutschland, 2026; ab Werk, eine Preisliste inkl. 7 % MwSt. |
| Rindenmulch im Sack aus dem Baumarkt | 3,65–6,00 € | 73–120 € | Deutschland und Österreich, 2026; Säcke zu 50–60 Litern, inkl. MwSt. |
| Rindenmulch im Sack aus französischen Gartencentern und Baumärkten | 9,30–16,00 € | 186–320 € | Frankreich, 2026; Säcke zu 50–70 Litern, inkl. MwSt. |
| Holzhackschnitzel, lose | 1,50–3,45 € | 30–69 € | Frankreich, Deutschland und die Niederlande, 2026; Hackschnitzel aus Astholz ab 30 €, gesiebte Hackschnitzel und Sägewerkshackschnitzel 49–69 € |
| Getreidestroh in Ballen, ab Hof | 0,60–1,00 € | 12–20 € | 90–150 € je Tonne in Deutschland und Frankreich, 2025, umgerechnet mit etwa 130 kg je Kubikmeter Ballen |
Marge je Hektar und Jahr nach Absatzweg, unsere Berechnung
| Absatzweg | Marge je Hektar und Jahr | Verkaufsmenge je Hektar | Preis | Ernte und Aufbereitung |
|---|---|---|---|---|
| Ballen als Brennstoff, ab Feldrand verkauft, Abholung durch den Käufer | 750–1.780 € | 14–21 t Ballen | 110–115 € je Tonne | Pressen 30–56 € je Tonne |
| Loser Mulch, verkauft an Gemeinden, Genossenschaften oder Landschaftsgärtner | 1.200–4.400 € | 93–157 m³ Mulch und 2–3 t Siebreste, die als Brennstoff verkauft werden | 16–30 € je m³ | 26–42 € je Tonne Erntegut für Feldhäcksler, Transport zum Lager, Lagerung unter Dach, Verladen und Sieben |
| Loser Mulch, ab Hof verkauft, Abholung durch die Käufer | 2.000–7.200 € | Wie oben | 25–48 € je m³ | Wie oben |
| Mulch in 50-Liter-Säcken, ab Werk an den Handel verkauft | 1.600–6.600 € | 1.860–3.140 Säcke und die Siebreste | 335–466 € je Tonne im Jahr 2019, etwa 2,00–2,80 € je Sack | Wie oben, zuzüglich 0,60–1,00 € je Sack für Sack, Abfüllung und Palette |
Kosten je Quadratmeter und Jahr
Eine 5 cm dicke Miscanthus-Schicht hält etwa zwei Vegetationsperioden. Nach unserer Rechnung kostet loser Miscanthus vom Hof daher 0,75–1,20 € je Quadratmeter und Jahr, abgepackter Miscanthus aus dem Gartencenter oder Baumarkt 4,45–7,00 €. In den wallonischen Versuchen kostete Miscanthus bei Bezug direkt vom Anbauer etwa 0,75 €, Hacken oder ein Mulchvlies etwa 1 €. Die Stadt Rethel, die in großen Mengen kauft, nennt etwa 1,50 € je Quadratmeter bei 5–8 cm Schichtdicke. Stroh ist je Quadratmeter am billigsten, eine Strohschicht hält aber nur sechs bis zwölf Monate.
Voraussetzungen für den Verkauf als Mulch
Für den Verkauf als Mulch sind ein trockenes Lager für 110–175 Kubikmeter Häckselgut je Hektar und Abnehmer in der Nähe nötig. Französische Anbauer verkaufen losen Mulch im Umkreis von etwa 30 km, Verarbeiter kaufen im Umkreis von 80 km. Verlangt ein Händler eine Lieferung über 500 km, sinkt die Marge bei Sackware auf 400–4.900 €. Im Jahr 2019 wurden in Frankreich insgesamt etwa 11.500 t Miscanthus als Mulch abgesetzt, die Ernte von rund 550–820 ha. Siebreste und unverkaufter Mulch lassen sich als Brennstoff verkaufen.
Der Markt für Miscanthus-Mulch, vor allem in Frankreich, und das Produkt, das wir vorbereiten
In Frankreich bauen mehr als 2.000 Betriebe auf rund 11.000 ha Miscanthus an. Mulch ist neben Einstreu und Brennstoff einer der zwei oder drei wichtigsten Absatzwege. Eine Studie für die nationale Agrarbehörde aus dem Jahr 2020 bezifferte seinen Anteil auf etwa ein Fünftel der Ernte. Französische Genossenschaften verkaufen ihn lose je Kubikmeter, im Big Bag, als gepresste Ballen und in Säcken zu 8–25 kg. In Deutschland und Österreich wird er abgepackt neben Rindenmulch angeboten, und in den Niederlanden bringen ihn kommunale Dienstleister aus. Bei britischen Händlern haben wir keinen abgepackten Miscanthus-Mulch gefunden.
Der Mulch, den wir vorbereiten
Wir bereiten einen abgepackten Mulch aus unseren eigenen Feldern in Kroatien vor. Der Bestand wird im Spätwinter bei 15–20 % Feuchte geschnitten, gehäckselt, vom Staub abgesiebt und trocken gelagert. Später folgt ein Substratbestandteil, der in einem eigenen Artikel beschrieben ist.
Angaben auf der Verpackung
Auf der Verpackung werden nur Angaben stehen, die durch die Versuche belegt sind: Der Mulch enthält keine Miscanthus-Samen, hat einen pH-Wert von etwa 7 und verändert den pH-Wert des Bodens nicht, braucht auf eingewachsenen Beeten keine zusätzliche Stickstoffgabe, hält bei 5 cm etwa zwei Vegetationsperioden und wird nach dem Ausbringen eingewässert. Schnecken, eine Haltbarkeit von drei Jahren und eine Kühlwirkung werden nicht erwähnt, weil die Versuche diese Angaben nicht stützen.
Transportentfernung
Das Häckselgut ist leicht und sperrig, sodass die Transportkosten mit der Entfernung schnell steigen. Französische Anbauer pflanzen deshalb in der Nähe der Städte, die sie beliefern. Unsere ersten Lieferungen gehen an die nächstgelegenen Abnehmer. Lose Ware je Kubikmeter und Big Bags bieten wir an, bevor die Sackware in den Handel kommt.

Miscanthus für Mulch anbauen
Eine Gemüsegärtnerei, eine Baumschule oder eine Gemeinde mit einigen Hektar Fläche kann ihren Mulch selbst erzeugen. Ein Hektar wird einmal gepflanzt und etwa zwanzig Jahre lang in jedem Spätwinter geerntet, mit Mähwerk und Ballenpresse oder mit dem Feldhäcksler. Die Fläche, für die eine Ernte reicht, ist in Kapitel 05 berechnet, die Marge je Hektar in Kapitel 07. Das Pflanzgut für einen Hektar kostet nach unserer Preisliste 3.000–3.600 €. Pflanzung, Unkrautbekämpfung im ersten Jahr und Ernte sind im Artikel über die Pflanzung und im Anbauleitfaden beschrieben. Im Artikel über die Hecke geht es um eine Hecke, deren Halme aus dem Winterschnitt als Mulch für die Beete daneben verwendet werden können.
Anfragen zu Mulch und Pflanzgut
Kommunen und Landschaftsgärtner
Wir liefern lose Ware je Kubikmeter und Big Bags aus unserer Ernte nach Vereinbarung und je nach Entfernung. Bitte nennen Sie uns die Menge, die Schichtdicke und die Jahreszeit.
Gartencenter und Handel
Der abgepackte Mulch ist noch in Vorbereitung. Händler, die ihre Kontaktdaten hinterlassen, erhalten Datenblatt und Preis, sobald er fertig ist.
Betriebe, die ihren Mulch selbst anbauen wollen
Wir liefern Pflanzgut des Klons für ein Feld nahe dem Einsatzort; gepflanzt wird im Frühjahr.
Das Substrat, die Hecke und die Pflanzung
Warum Torf ersetzt wird, was die Versuche ergeben haben und wie die Faser aufbereitet und gemischt wird.
Lesen Grüne HeckeEine Miscanthus-Hecke: Pflanzschemata mit ein bis fünf ReihenPflanzabstände, die Arbeiten im Jahresverlauf, die Grenzabstände nach dem Nachbarrecht und die Verwendung der jeden Winter geschnittenen Halme.
Lesen PflanzungMiscanthus-Rhizome pflanzen: Zeitpunkt, Tiefe, Maschinen und PflanzdichteDas Pflanzfenster, der Umgang mit den Rhizomen, die Maschinen und die Wahl der Pflanzdichte.
LesenHäufig gestellte Fragen
Auf Beeten und um Sträucher ist eine Schicht von etwa 5 cm üblich, das entspricht 50 Litern je Quadratmeter. Auf verunkrautetem Boden oder wenn die Schicht länger halten soll, werden 7–10 cm ausgebracht. Im Weinberg und in der Obstanlage wird unter der Reihe eine 10–20 cm dicke Schicht aufgebracht. Im französischen Versuch auf kommunalen Flächen hielt eine 5 cm dicke Miscanthus-Schicht das Unkraut 18 Monate lang zurück, und die Autoren empfahlen eine etwas dickere Schicht, weil die ungleichmäßigen Stücke kleine Lücken lassen.
Eine 5 cm dicke Schicht hält etwa zwei Vegetationsperioden. Im französischen Versuch unterdrückte sie das Unkraut nach 18 Monaten noch und zeigte nach zwei Jahren sichtbare Zersetzung. Ein deutscher Obstbauversuch gibt ihre Haltbarkeit mit zwei Vegetationsperioden an, ebenso lange wie bei Kiefernrinde und Holzhackschnitzeln und doppelt so lange wie bei Stroh. Dickere Schichten unter Reben werden alle ein bis zwei Jahre erneuert oder in zwei Durchgängen aufgebracht, damit sie drei bis vier Jahre halten.
Unter einer Mulchauflage auf eingewachsenen Pflanzen wurde bisher kein Stickstoffentzug gemessen. Reben unter 10–20 cm Miscanthus zeigten keine Veränderung der Stickstoffversorgung, und eine Übersichtsarbeit zu Holzhackschnitzeln kommt zum gleichen Ergebnis. In den Boden eingearbeitet oder in ein Topfsubstrat gemischt, legt das Material viel Stickstoff fest. Es wird deshalb nur auf die Oberfläche aufgebracht und nachgefüllt, wenn die Schicht dünner wird. Bei Sämlingen und Jungpflanzen auf armen Böden ist auf Anzeichen von Stickstoffmangel zu achten.
Miscanthus-Samen enthält er nicht, weil der Klon keine Samen bildet, und im französischen Versuch wurden mit dem Material keine Unkräuter eingeschleppt. Jeder auf dem Feld geerntete Mulch kann jedoch Samen anderer Pflanzen oder Erde enthalten, wenn das Feld verunkrautet oder die Ernte verschmutzt war. Stroh kann außerdem Körner der eigenen Kultur enthalten. In einem spanischen Gewächshausversuch keimte Getreide aus dem Stroh die ganze Saison über.
Dafür gibt es keinen Beleg. In keinem Versuch wurde Miscanthus auf eine Wirkung gegen Schnecken geprüft. In unabhängigen Versuchen mit anderen Mulchmaterialien hielt Mulch Nacktschnecken nicht auf und konnte Gehäuseschnecken Unterschlupf bieten. Für unseren Mulch machen wir diese Angabe nicht.
Auf Beeten im gewachsenen Boden ist das möglich. In einem österreichischen Versuch brauchte das mit Heu und Gras gemulchte Gewächshausabteil etwa halb so viel Gießwasser wie das ungemulchte, bei gleichen oder leicht höheren Gurkenerträgen. In einem spanischen Gewächshaus schnitt Stroh bei Tomaten ebenso gut ab wie Kunststofffolie. Miscanthus wurde in keinem der beiden Versuche verwendet. Da der Boden unter Glas unter jedem Mulch wärmer war, entfällt dort die im Freiland erwartete Kühlwirkung. Tropfschläuche werden unter dem Mulch verlegt, und von oben gestreuter Dünger erreicht den Boden durch die Schicht nicht.
Ein Hektar mit einem Ertrag von 12–18 Tonnen Trockenmasse liefert im Jahr rund 110–175 Kubikmeter abgesetztes Häckselgut. Das reicht, um etwa 2.200–3.500 Quadratmeter 5 cm dick zu mulchen. Ein großer Quaderballen von 2,6 Kubikmetern ergibt etwa sechs Kubikmeter lockeren Mulch, genug für rund 120 Quadratmeter.
Der größte Teil wird in Frankreich verkauft. Auf französischen Höfen kostet loser Mulch zur Selbstabholung im Jahr 2026 je Kubikmeter 30–48 €, bei 5 cm Schichtdicke also 1,50–2,40 € je Quadratmeter. In Gartencentern und Baumärkten in Deutschland, Belgien und Frankreich kostet Sackware 178–280 € je Kubikmeter, bei einer französischen Gartencenterkette im 125-Liter-Sack 320–400 € je Kubikmeter. Abgepackter Miscanthus-Mulch kostet etwa so viel wie Rindenmulch von Markenherstellern und zwei- bis dreimal so viel wie einfacher Rindenmulch aus dem Baumarkt. Wir bereiten einen Mulch aus unseren eigenen Feldern für den Einzelhandel vor und benachrichtigen alle, die im Formular unten ihre Kontaktdaten hinterlassen, sobald er erhältlich ist.
Über diesen Artikel
Diesen Artikel haben wir selbst geschrieben. Wir bauen Miscanthus an und verkaufen Pflanzgut. Verwendet haben wir die unten aufgeführten Quellen und unsere eigenen Zahlen.
Die Angaben entsprechen dem Stand bei der Veröffentlichung. Preise und Produkte ändern sich, und Fehler sind möglich. Prüfen Sie die Zahlen daher, bevor Sie sich darauf stützen.
Wenn Sie einen Fehler finden oder genauere Zahlen haben, schreiben Sie uns an info@miscanthus.eu oder nutzen Sie das Formular weiter unten.
Quellen
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- Kompostanlagen Schwarzwald-Baar-Kreis (2026). Preisliste ab 01.01.2026 (Rindenmulch und Sägewerkshackschnitzel). RETERRA Service GmbH, Angebote 2026. Gamma (Niederlande), Holzhackschnitzel, 2026. topagrar (20. August 2025). Strohpreis 2025 (Landwirtschaftskammer Niedersachsen). Réussir / La Dépêche (27. Mai 2025). Marché des oléagineux et coproduits (Strohpreise im Nordosten Frankreichs).
- Maschinenring Westfalen-Lippe / Landwirtschaftskammer NRW (2024). Erfahrungssätze (Verrechnungssätze für Feldhäcksler). FNR / TFZ, qualiS-Handbuch (Kosten für das Sieben). Chambre d’agriculture de la Gironde (2024). Fiche diversification miscanthus (Lagerung und Verladen). TimoCom Transportbarometer Q4 2025, über transport-online.de (Frachtpreise im Straßengüterverkehr je Kilometer).
- Zelena Biomasna Energija: unsere Felder, Ernte und Produktplanung sowie die Berechnungen in Kapitel 07.


