Ein roter Minenwarnpfahl auf einem verbuschten, unbestellten Feld in der Ukraine
Forschungsüberblick · Marginale Flächen · Rekultivierung · Belastete Böden

Miscanthus auf marginalen und belasteten Flächen

Belastete und kriegsgeschädigte Flächen verursachen ihren Eigentümern laufende Kosten und bringen keine Einnahmen. Eine Sanierung ist teuer, und bisher wurde nur ein kleiner Teil solcher Standorte saniert. Auf diesen Flächen kann stattdessen eine mehrjährige Non-Food-Kultur angebaut werden, die einmal gepflanzt und ab dem zweiten Jahr jährlich geerntet wird. In Versuchen blieb der größte Teil der aufgenommenen Metalle in den Wurzeln. Die Halme können daher oft verkauft werden, sofern eine Untersuchung des Standorts dies bestätigt.

Potenziell belastete Standorte in der EU≈ 2,8 Mio.
Potenziell verminte Agrarfläche in der Ukraine≈ 2 Mio. ha
Schadstoffe, die eine Kultur dem Boden entziehtein kleiner Teil
Das Wichtigste vorab

Die Ergebnisse in acht Punkten

  • Miscanthus kann auf Flächen angebaut werden, die für Nahrungspflanzen ungeeignet sind.

    Er verträgt Metalle, stabilisiert die Bodenoberfläche und wird nach einer einzigen Pflanzung ab dem zweiten Jahr jährlich geerntet. Auf solchen Flächen liegt sein Nutzen in dieser Ernte, die nicht der Ernährung dient.
  • Unter den marginalen Flächen eignen sich nährstoffarme Böden am besten.

    Auf kalten, staunassen, steinigen und steilen Flächen hängt die Eignung vom Standort ab; salzhaltige Böden sind ungeeignet. Für eine Studie der Europäischen Kommission wurden in neun Regionen Interviews geführt. Die Befragten nannten überwiegend wirtschaftliche und soziale Gründe dafür, dass Agrarflächen aufgegeben werden. Der Absatz der Ernte muss deshalb ebenso sorgfältig geprüft werden wie der Boden.
  • In Gefäßversuchen blieb der größte Teil der aufgenommenen Metalle in den Wurzeln.

    Verwendet wurden Böden von ehemaligen Militärstandorten und aus dem Umfeld einer stillgelegten Hütte. Die Halme, die geerntet werden, enthielten weniger Metall als die Wurzeln.
  • Auch Radionuklide dürften im Boden bleiben, eine Messung auf belasteten Flächen haben wir aber nicht gefunden.

    Cäsium wird an Bodenminerale gebunden und ist für Wurzeln kaum verfügbar. Die einzige direkte Messung an Miscanthus, die wir gefunden haben, stammt von unbelastetem Ackerland; dort lag Cäsium unter der Nachweisgrenze.
  • Miscanthus entzieht dem Boden nur einen kleinen Teil der Schadstoffe.

    Die aufgenommenen Mengen sind messbar, aber gering im Vergleich zum Gesamtgehalt im Boden.
  • Die Ernte kann verbrannt, vergoren oder zu Faserprodukten verarbeitet werden.

    Bei der Verbrennung reichern sich die Metalle aus den Halmen in der Asche an, bei der Vergärung gehen sie ins Abwasser über, und in Platten und Bausteinen bleiben sie im Produkt gebunden.
  • Das erste Standjahr ist das schwierigste.

    Die meisten Ausfälle gehen auf Unkraut und Trockenheit zurück, vor allem in der ersten Vegetationsperiode. Hat sich der Bestand geschlossen, kommt unter dem Blätterdach kaum noch Unkraut auf, und außer der jährlichen Ernte fällt wenig Arbeit an.
  • Miscanthus braucht ausreichend Niederschlag oder Bewässerung.

    Bei mehr als etwa 500 mm Niederschlag im Jahr kommt der Bestand ohne Bewässerung aus, von Dürrejahren abgesehen. Auf trockeneren Standorten muss die Bewässerung von Anfang an geplant und finanziert werden.
Belastete und kriegsgeschädigte Flächen

Nur ein kleiner Teil der belasteten Standorte in der EU ist saniert

Potenziell belastet ≈ 2,8 Mio. Davon erfasst ≈ 1,38 Mio. Davon saniert ≈ 115.000 8 % der erfassten Standorte · 4 % der Schätzung ≈ 16,6 Mrd. € für ≥166.000 Standorte mit erwartetem Sanierungsbedarf (EUA), je 100.000 €
Zahlen der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC), veröffentlicht von der Europäischen Umweltagentur (EUA), Datenstand 2016. Die Kosten je Standort sind eine eigene Arbeitsannahme der EUA.
Eine Dolomithalde in Bytom, Polen, mit einigen Bäumen auf der Kuppe; Staub weht über den kahlen Boden
Staub weht von der Dolomithalde des Werks Orzeł Biały in Bytom, Schlesien, Polen, 2019. Foto: Adrian Tync, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Die Richtlinie (EU) 2025/2360 zur Bodenüberwachung und für Bodenresilienz, kurz Bodenüberwachungsgesetz, ist seit dem 16. Dezember 2025 in Kraft. Sie ist der erste EU-weite Rechtsakt, der sich eigens auf den Boden bezieht. Vorher legte keine EU-Vorschrift fest, bis wann diese Standorte bewertet sein mussten. Die Richtlinie enthält weder verbindliche Ziele noch Verbote. Die Mitgliedstaaten müssen aber die Bodengesundheit einschließlich der Schadstoffbelastung überwachen; die ersten Bewertungen sind 2031 fällig.

In der Ukraine ist ein großer Teil der kriegsgeschädigten Flächen Ackerland. Die potenziell verminten Felder liegen in befreiten Gebieten. Rund ein Fünftel der landwirtschaftlichen Fläche des Landes ist durch den Krieg verloren gegangen, der größte Teil davon durch die Besatzung. Auf manchen Flächen, die wieder unter ukrainischer Kontrolle stehen, können auf Jahre hinaus keine Lebensmittel sicher angebaut werden.

Ein Minenwarnschild am Rand eines aufgegebenen Feldes bei Jahidne, Oblast Tschernihiw
Ackerland bei Jahidne, Oblast Tschernihiw, wird von Blindgängern geräumt. Foto: U.S. Department of State, gemeinfrei.
Marginale Agrarflächen

Agrarflächen werden vor allem aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen aufgegeben

Belastete Standorte zählen zu den marginalen Flächen. Den größeren Teil macht aber gewöhnliches Agrarland aus, dessen Bewirtschaftung sich nicht mehr lohnt. Das EU-geförderte Projekt MAGIC hat kartiert, wie viel Agrarfläche starken natürlichen Einschränkungen unterliegt, und eine Studie für die Europäische Kommission hat untersucht, warum Agrarflächen aufgegeben werden.

Anteil der Agrarfläche mit starken natürlichen Einschränkungen

  • EU-2829 %
  • Nord71 %
  • Alpin61 %
  • Mediterran34 %
  • Atlantisch26 %
  • Kontinental14 %
Nach Umweltzonen; die EU-28 schließt das Vereinigte Königreich ein. Projekt MAGIC, Elbersen et al. (2018), Deliverable D2.6, Tabelle 8.

Rückgang der Agrarfläche 1975–2016, in % der Fläche von 1975

  • EU-2818 %
  • Slowe­nien45 %
  • Zypern38 %
  • Slowakei35 %
  • Ungarn31 %
  • Kroatien30 %
  • Italien29 %
  • Spanien27 %
  • Polen25 %
  • Rumänien16 %
  • Frank­reich14 %
  • Deutsch­land11 %
Landwirtschaftlich genutzte Fläche, ausgewählte Länder. Eurostat und FAOSTAT, in Elbersen et al. für die Europäische Kommission (2020), Tabelle 9.5.

Natürliche Einschränkungen und die Eignung der Flächen für Miscanthus

EinschränkungAnteilMiscanthus
Flachgründige, steinige oder sandige BödenMaschineneinsatz und Anwachsen sind schwierig; reiner Sand ist ungeeignet12 %Bedingt
Kaltes oder trockenes KlimaAuf kalten Standorten ist der erste Winter kritisch, auf trockenen kommt es auf den Niederschlag an11 %Bedingt
Staunasse BödenEtablierte Bestände vertragen Überflutung; Moorböden sind ungeeignet8 %Bedingt
Steile HängeDie Grenze liegt bei der Hangneigung, die Erntemaschinen noch befahren können6 %Bedingt
Geringe BodenfruchtbarkeitAm besten geeignet; saure Böden müssen vorher gekalkt werden2 %Ja
Versalzung oder natürliche ToxizitätSalzhaltige Böden sind ungeeignet1 %Nein
Anteil der EU-Agrarfläche mit der jeweiligen Einschränkung; eine Fläche kann mehrere haben. MAGIC D2.6, Tabelle 8. Die Spalte zur Eignung ist unsere Einschätzung anhand der Versuchsliteratur.
≈ 36 Mio. ha

Rückgang der Agrarfläche, EU-28

Am stärksten ging die Fläche nach 1990 im Osten zurück, als staatliche Großbetriebe aufgelöst wurden und die Eigentumsverhältnisse ungeklärt blieben. Seit 2005 ist die Gesamtfläche stabil.

163 von 199

Antworten mit sozialen oder wirtschaftlichen Gründen

Die Antworten stammen aus Interviews in neun Regionen. Genannt wurden geringe Einkommen, kleine und verstreute Parzellen, ungeklärte Eigentumsverhältnisse und Landflucht. Von den übrigen Antworten entfielen 27 auf natürliche Einschränkungen und 9 auf politische Gründe.

Fehlende Märkte und geringe Erlöse

Auf die Frage, warum aufgegebene Flächen nicht wieder bewirtschaftet werden, nannten die befragten Fachleute am häufigsten fehlende Märkte und geringe Erlöse, und zwar in jeder Region. An zweiter Stelle standen ungeklärte Eigentumsverhältnisse. Nach der Studie sind die Märkte für Gras- und Gehölzkulturen wie Miscanthus am schwächsten entwickelt, also für die Kulturen, die sich für solche Flächen am besten eignen.

Geeignet sind kürzlich bewirtschaftete oder brachliegende Flächen

Der Studie zufolge wird ein großer Teil des gespeicherten Kohlenstoffs freigesetzt, wenn altes Gebüsch, Wald, Grünland oder Feuchtgebiete in Anbauflächen für eine mehrjährige Kultur umgewandelt werden. Die Kultur sollte daher auf Flächen gepflanzt werden, die bis vor Kurzem bewirtschaftet wurden oder brachliegen, bevor dort Gebüsch aufwächst.

Im DetailBegriffe, EU-Recht, Ukraine und wie die Flächen gezählt wurden

Was marginal ist, hängt von der Nutzung ab

Nach der gängigen Definition von FAO und CGIAR (1999) ist eine Fläche marginal, wenn ihre Einschränkungen für eine bestimmte Nutzung so stark sind, dass sich zusätzlicher Aufwand kaum lohnt. Der Begriff ist deshalb relativ: Eine Fläche, die für Weizen marginal ist, kann sich für Beweidung, Forstwirtschaft oder eine mehrjährige Kultur eignen.

Vier Kategorien marginaler Flächen

Das Projekt MAGIC unterscheidet Flächen mit natürlichen Einschränkungen, empfindliche Flächen, degradierte Flächen und belastete Standorte. Die Anteile der Flächen mit starken natürlichen Einschränkungen, die dieses Kapitel nach MAGIC angibt, betreffen die erste Kategorie; die belasteten Standorte im übrigen Artikel gehören zur vierten.

Begriffe im EU-Recht für Biokraftstoffe

Als ungenutzt gilt eine Fläche, auf der fünf Jahre in Folge weder Nahrungs-, Futter- noch Energiepflanzen angebaut wurden und die nicht nennenswert beweidet wurde. Aufgegebene Flächen sind ungenutzte Flächen, die früher bewirtschaftet wurden. Stark degradierte Flächen sind versalzt oder arm an organischer Substanz und stark erodiert. Für Biokraftstoff aus Pflanzen, die auf solchen Flächen angebaut werden, gibt es einen Emissionsbonus, wenn die Fläche im Januar 2008 ungenutzt war.

Methode des Projekts MAGIC

Das Projekt hat sechs Gruppen starker natürlicher Einschränkungen nach den Schwellenwerten kartiert, mit denen die EU ihre Gebiete mit naturbedingten Benachteiligungen abgrenzt. Flächen, die schon durch Entwässerung, Bewässerung oder Terrassierung verbessert sind, blieben außen vor. Grundlage sind alle Flächen, die in mindestens einer CORINE-Landbedeckungskarte zwischen 1990 und 2012 als Agrarfläche erscheinen; bereits aufgegebene Flächen sind also enthalten.

Lücken in der Statistik

Ungenutzte oder aufgegebene Flächen werden in keiner Statistik erfasst. Land, das mehrere Jahre nicht bewirtschaftet wird, verliert seinen Status als Agrarfläche und fällt aus der Zählung; systematisch erfasst wird nur die Brache. Die Reihe 1975–2016 stammt aus der Agrarstrukturerhebung von Eurostat, Lücken sind mit FAOSTAT-Daten gefüllt. Die Flächen von 1975 sind für Kroatien und Slowenien als Anteile Jugoslawiens, für die Slowakei als Anteil der Tschechoslowakei angesetzt. Die baltischen Staaten fehlen im Diagramm, weil ihre Reihe erst 1990 beginnt.

Ukraine

Keine der beiden Quellen erfasst die Ukraine. 2018, vor der großangelegten Invasion, bezifferte die FAO die degradierten und unproduktiven Ackerflächen des Landes auf mehr als 6,5 Millionen Hektar; das war mehr als ein Fünftel der Ackerfläche.

Nicht sanierbare Flächen

Bei den meisten belasteten Flächen stellt sich in der Praxis die Frage, wer sie bewirtschaftet, solange sie nicht saniert werden können.Eine Kultur, die geerntet wird, bedeckt den Boden ebenso wie Gestrüpp. Zusätzlich wird die Fläche dann bewirtschaftet und liefert ein verkäufliches Produkt.

Handlungsmöglichkeiten

Vier Möglichkeiten für Flächen, die sich nicht bewirtschaften lassen

Welche davon für eine belastete Fläche infrage kommt, hängt davon ab, wie stark die Belastung ist, wie groß die Fläche ist und wer dort den Schadstoffen ausgesetzt ist.

Ausheben und deponieren

Beseitigung Das ist die teuerste der vier Möglichkeiten, und der belastete Boden wird auf einer Deponie abgelagert. Das Verfahren eignet sich für kleine, stark belastete Bereiche.

Nur für Schadensherde

Abdecken und sichern

Abschirmung Die Investitionskosten sind hoch, und die Abdeckung muss dauerhaft unterhalten werden. Das Verfahren eignet sich für Standorte, an denen Menschen sofort vor den Schadstoffen geschützt werden müssen.

Laufende Kosten

Liegen lassen

Keine Maßnahme Die Fläche verbuscht, und niemand bewirtschaftet sie. Das ist nur dort vertretbar, wo niemand den Schadstoffen ausgesetzt ist.

Keine Einnahmen

Produktiv nutzen

Stabilisieren, sichern, ernten Zu Beginn entstehen Anlagekosten; Einnahmen gibt es, sobald ein Abnehmer für die Ernte gefunden ist. Diese Nutzung eignet sich für große Flächen mit geringer bis mäßiger Belastung.

Großflächig umsetzbar
Eingeebneter Boden, Baucontainer und Maschinen auf dem ehemaligen Gaswerkareal in Bern nach der Bodensanierung
Saniert: das ehemalige Gaswerkareal in Bern, Schweiz, nach der Bodensanierung, 2023. Foto: Hadi, via Wikimedia Commons, CC0.
Ein begrünter Hügel hinter einem Maschendrahtzaun: eine Asbesthalde, abgedeckt mit Geotextil und sauberem Material
Abgedeckt: eine Asbesthalde unter Geotextil und rund 60 cm sauberem Material, BoRit, ein Standort des US-Altlastenprogramms Superfund, Pennsylvania, 2021. Foto: Dwkaminski, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Schotter und Unkraut vor einem verfallenen Backsteinbau auf dem stillgelegten Lagergelände eines Stahlwerks
Liegen gelassen: das stillgelegte, verwilderte Lagergelände des Stahlwerks Aciéries de Longwy in Lille, Frankreich, 2022. Foto: Velvet, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Ein Streifen mit hohem Miscanthus zwischen zwei Entwässerungsgräben unter Abendhimmel, dahinter Strommasten
Bepflanzt: als Brennstoff angebauter Miscanthus auf einem Streifen Land zwischen Entwässerungsgräben bei Horkstow Bridge, North Lincolnshire, England, 2009. Foto: David Wright, via Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

In den USA fördert bereits ein Bundesprogramm erneuerbare Energien auf belasteten Flächen, und in einem Bericht des US-Energieministeriums wird abgeschätzt, welchen Umfang der Anbau von Energiepflanzen erreichen kann.

US-Umweltbehörde EPA · RE-Powering America's Land

Mit dieser dauerhaften Initiative fördert die US-Bundesregierung erneuerbare Energien einschließlich Biomasse auf belasteten Flächen, Deponien und Bergbaustandorten. Mehr als 190.000 Standorte wurden dafür vorab geprüft.

US-Energieministerium DOE · 2023 Billion-Ton Report

Nach den Modellrechnungen des Berichts könnten auf etwa 76 Millionen Acres gewöhnlichem Acker- und Weideland jährlich rund 398 Millionen US-Tonnen Trockenmasse aus eigens angebauten Energiepflanzen erzeugt werden.

Gefäß- und Feldversuche

Ergebnisse von ehemaligen Militärstandorten

Seit etwa zehn Jahren wird untersucht, wie sich diese Kultur auf geschädigten Böden anbauen lässt. Ein großer Teil der Arbeiten wurde von der NATO finanziert, und viele davon waren Gefäßversuche mit Boden von belasteten Standorten.

Gewaschene Rhizome von Miscanthus giganteus; in Versuchen enthielten sie zusammen mit den Wurzeln den größten Teil der Metalle, die die Pflanze aus dem Boden aufnahm
Gewaschene Rhizome von M. × giganteus aus unserem eigenen Pflanzgut.

In zweijährigen Gefäßversuchen wuchs M. × giganteus in Böden ehemaliger Militärgelände bei Kamjanez-Podilskyj in der Ukraine und bei Sliač in der Slowakei. Die Böden wiesen erhöhte Gehalte an Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Blei, Strontium, Titan und Arsen auf. Die Pflanzen wuchsen an und wurden im zweiten Jahr höher. Den größeren Teil der aufgenommenen Metalle lagerten sie in den Wurzeln ein, in Stängeln und Blättern war weniger enthalten. Arsen blieb in den Blättern unter der Nachweisgrenze.

Im NATO-Projekt G6094 baut dieselbe Forschungsgruppe die Kultur inzwischen in den befreiten Gebieten der Ukraine an.

Geleitet wird das Projekt von Valentina Pidlisnyuk, Professorin an der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem. Es soll ehemalige Militärflächen mit Riesen-Miscanthus wieder nutzbar machen. Eine der Pflanzungen liegt in Worsel, das in den ersten Wochen der großangelegten Invasion 2022 besetzt war und inzwischen von Kampfmitteln geräumt ist.

G6094

NATO SPS · „MilClimATech“

September 2023 bis September 2027

2 Standorte

Worsel und Dolyna, Ukraine

eine befreite Siedlung in der Oblast Kyjiw und ein 2017 bepflanzter ehemaliger Panzerübungsplatz in der Oblast Iwano-Frankiwsk

6

Partnerinstitutionen

in Tschechien, der Ukraine, den USA und Kanada, dazu eine assoziierte Einrichtung in Kasachstan

Ein rostendes Panzerwrack, von jungen Bäumen überwachsen, auf einer Waldlichtung
Ein als Schießziel zurückgelassenes Panzerwrack auf dem Truppenübungsplatz Brander Wald bei Aachen, Deutschland, 2017. Foto: Sascha Faber, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Oben · was Sie ernten enthält weniger Unten · Wurzeln, Rhizome hier bleibt das meiste As Pb Belegte Ausnahmen Arsen bei Stress im Feld, Blei in einzelnen Proben
Nach Pidlisnyuk et al., Environmental Pollution (2019), einem zweijährigen Gefäßversuch mit Böden ukrainischer und slowakischer Militärgelände. Die Ausnahmen stammen aus den Studien im nächsten Kapitel.
Abweichende Befunde

Vier Befunde, die die Ergebnisse der Gefäßversuche einschränken

Das oben beschriebene Verteilungsmuster wurde in Gefäßversuchen beobachtet. Einer der vier folgenden Befunde stammt aus einer Feldstudie.

1,0 = gleiche Konzentration wie in der Wurzel Cd 0,01–0,06 · bleibt in der Wurzel Zn 0,09–0,79 · in diesem Versuch unter 1,0 Pb 0,11–1,15 · oberes Ende über 1,0 0 1,3 Translokationsfaktor · von der Wurzel in Rhizom, Stängel und Blatt
Nsanganwimana et al., Ecotoxicology and Environmental Safety (2021): ein 93-tägiger Gefäßversuch mit Böden aus dem Umfeld einer ehemaligen Blei-Zink-Hütte in Nordfrankreich. Angegeben sind Verhältnisse zwischen Wurzel und Organ. Im Diagramm zur Radioaktivität im nächsten Kapitel sind dagegen Transferfaktoren vom Boden in die Pflanze dargestellt; die beiden Werte sind daher nicht vergleichbar.

Bei Blei lag der Translokationsfaktor in einigen Proben über 1,0

Im oben dargestellten Versuch enthielt in einigen Proben ein Organ oberhalb der Wurzel mehr Blei als die Wurzel selbst. Die Autoren stufen die Pflanze dennoch als sogenannten Excluder ein, weil insgesamt nur wenig Blei in sie gelangte. Ein Gefäßversuch in Kasachstan mit Böden von Militär- und Bergbaustandorten kam für Arsen, Blei und Zink zum selben Ergebnis.

In einer Feldstudie gelangte Arsen in die Triebe gestresster Pflanzen

An drei belasteten Standorten in Belgien blieben die Spaltöffnungen der Pflanzen unter Stress offen, statt sich zum Schutz zu schließen. Dadurch gelangten mehr Metalle und Arsen in die Triebe. In den oben beschriebenen Gefäßversuchen wurde dieser Effekt nicht beobachtet.

Die Toleranz hängt vom Metall ab

In einem zweijährigen Gefäßversuch in Griechenland, Italien und Portugal nahm die Wuchshöhe von Miscanthus nicht ab, als die Gehalte an Cadmium, Blei, Nickel und Zink stiegen. Ertragseinbußen gab es nur bei der höchsten Zinkgabe. Miscanthus vertrug Cadmium schlechter als Rutenhirse oder Sorghum.

Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Genotyp, auch bei unserem Klon

In einer Studie von 2025 wuchsen zwei Genotypen von M. × giganteus in Boden, dem Arsen zugesetzt worden war. ‚Illinois‘, der Klon, den wir liefern, zeigte die stärkere Stressreaktion, auch wenn die Wachstumseinbußen begrenzt blieben. Das ist ein Grund, warum eine Standortuntersuchung Arsen erfassen muss, bevor dieser Klon gepflanzt wird. Ergebnisse für einen Genotyp sollten zudem nicht auf einen anderen übertragen werden.

Ein Bohrstock im Gras neben einem damit gezogenen Bohrkern
Eine Bodenuntersuchung beginnt mit Bohrkernen wie diesem. Er wurde 2011 mit einem Pürckhauer-Bohrstock in der Nutheaue bei Kolzenburg, Brandenburg, Deutschland, gezogen. Foto: SupapleX, via Wikimedia Commons, CC BY 3.0.

Zusammengenommen blieb in diesen Studien bei den meisten untersuchten Metallen und Böden der größere Teil der aufgenommenen Menge unter der Erde. Wie weit das gilt, hängt vom Element, von der Dosis, vom Standort und vom Genotyp ab.

Die belegten Ausnahmen sind Arsen, das bei Stress in die Triebe gelangte, und Blei, dessen Translokationsfaktor in einzelnen Proben über 1,0 lag. Ob eine davon auf einen Standort zutrifft, lässt sich nur durch eine Untersuchung des Standorts klären.

Bodenanalyse

je Standort, bevor die Ernte verkauft oder genutzt wird

Ergebnisse von einem Boden lassen sich ohne Messung nicht auf einen anderen übertragen.

Radioaktive Belastung

Für Miscanthus auf radioaktiv belasteten Flächen gibt es nur indirekte Belege

Miscanthus wird häufig im Zusammenhang mit Tschernobyl erwähnt, meist mit dem Hinweis, die Pflanze könne radioaktiv belasteten Boden reinigen.

Ein Strahlenwarnschild auf einer gewöhnlichen grünen Wiese in der Sperrzone von Tschernobyl
Außerhalb von Prypjat, Sperrzone von Tschernobyl. Foto: Adam Jones, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0. Ausschnitt.

Radiocäsium wird fest an Bodenminerale gebunden und ist für Wurzeln größtenteils nicht verfügbar. In der grundlegenden Studie aus der Sperrzone waren Bodenzusätze nötig, um diese Bindung zu lösen; von den zwanzig getesteten Zusätzen wirkten Ammoniumsalze am besten. Miscanthus gehörte nicht zu den untersuchten Pflanzenarten. Für diesen Artikel ziehen wir die Studie deshalb nur wegen ihrer Ergebnisse zum Verhalten von Cäsium heran.

Im EU-geförderten Projekt PHYTOR, das zur selben Zeit in der Prypjat-Aue lief, erreichten Weiden nur einen Zuwachs von 70 bis 100 kg je Hektar und Jahr. Weniger als 0,1 % des Cäsiums und unter 1 % des Strontiums gingen in das Holz über. Bei einem so geringen Ertrag konnte der aufgenommene Anteil nur sehr klein sein. Die Weiden konnten den Boden nicht reinigen, und aus dem kleinen Anteil lässt sich auch nicht schließen, dass ihr Holz unbelastet war.

²³⁸U ≤ 0,92 ⁴⁰K ≤ 0,39 ²³²Th ≤ 0,21 ²²⁶Ra ≤ 0,07 ¹³⁷Cs in jeder Probe unter der Nachweisgrenze Transferfaktor Boden–Pflanze, Höchstwert aus 14 Genotypen · 0 1,0
Jurišić et al., Heliyon (2024): ein Feldversuch mit Wiederholungen in Šašinovec, Kroatien, mit vierzehn Genotypen, darunter M. × giganteus, auf Ackerland mit weltweit üblicher Hintergrundradioaktivität. Angegeben sind jeweils die Höchstwerte über alle Genotypen.

Das ist die einzige Studie, die wir gefunden haben, in der Radionuklide in Miscanthus selbst gemessen wurden. Damit gibt es einen Ausgangswert für die Kultur, die wir verkaufen. Der Versuch lief allerdings auf unbelastetem Boden. Dass Cäsium unter der Nachweisgrenze lag, ist für belastete Flächen deshalb nur ein schwacher Hinweis. Von den vier Radionukliden ging natürliches Uran am leichtesten in die Pflanze über. Die Ernte jedes Standorts sollte daher zusammen mit seinem Boden untersucht werden.

Eine veröffentlichte Feldmessung an M. × giganteus auf radioaktiv belasteten Flächen haben wir nicht gefunden. Nach dem Bindungsverhalten von Cäsium im Boden, den Daten zu Weiden und der einen Messung auf unbelastetem Boden ist zu erwarten, dass die Radionuklide im Boden bleiben. Bestätigen ließe sich das aber nur durch eine Feldmessung auf belastetem Land.

Wir haben auch keine Behörde gefunden, die den Ansatz befürwortet hätte. Am ehesten lässt sich ein Workshop nennen, den das US-Energieministerium 1998 in Slawutytsch förderte. Dort wurden dem Konzept „technische und möglicherweise wirtschaftliche Vorzüge“ bescheinigt; technische, wirtschaftliche und Risikofragen blieben aber offen.

Keine Sanierung

radioaktiv belasteter Flächen

Die Kultur stabilisiert den Boden und ergibt einen Rohstoff für die Industrie; die Radionuklide verbleiben im Boden.

Anlage des Bestands

Im ersten Jahr braucht der Bestand Unkrautbekämpfung und Wasser

Die Rhizome werden einmal in vorbereiteten Boden gepflanzt; eine jährliche Aussaat oder Nachpflanzung ist danach nicht nötig. Auf geschädigten Flächen ist das wichtig, weil die Verantwortlichen solcher Programme oft keine Fachleute für Pflanzenbau sind.

Eine junge Pflanze ist klein, flach bewurzelt und gegenüber dem vorhandenen Aufwuchs konkurrenzschwach. Die meisten Ausfälle gehen auf Unkraut und Trockenheit zurück, vor allem in der ersten Vegetationsperiode. In dieser Zeit braucht der Bestand Unkrautbekämpfung und ausreichend Feuchtigkeit, und der Ertrag ist sehr gering. Bodenvorbereitung, Pflanzung und das erste Jahr beschreiben wir in unserem Anbauleitfaden.

Miscanthus-Reihen im ersten Jahr, dazwischen offener Boden
Im ersten Jahr sind die Reihen noch offen, und der Boden liegt frei.
Ein geschlossener, ausgewachsener Miscanthus-Bestand ohne offenen Boden
Ein geschlossener Bestand, unter dessen Blätterdach kaum Unkraut aufkommt.
0510152025 Ertrag Jahre nach der Pflanzung Jahr 1 größtes Risiko Bestandesschluss: kaum noch Unkrautdruck Jahr 10 ein gutes Ergebnis
Der Kurvenverlauf ist schematisch. Auf belastetem Boden lag der Ertrag der ersten Saison in einem polnischen Feldversuch bei 1,2–2,3 t TM/ha; das Ertragsniveau im ausgewachsenen Bestand hängt vom Standort ab.

Aus unseren eigenen Pflanzungen können wir eine Größenordnung nennen. Der Boden wird wie für Mais vorbereitet, und das Pflanzgut kostet rund 3.000 € je Hektar. Hinzu kommen die Unkrautbekämpfung im ersten Jahr und, wo nötig, die Bewässerung. Diese Kosten fallen in dem einen Jahr an, das ein Programm finanzieren muss, bevor mit der Ernte Erlöse erzielt werden.

In den folgenden ein bis zwei Jahren schließt sich der Bestand. Das Rhizomgeflecht breitet sich aus, und das Blätterdach beschattet die Bodenoberfläche. Unkraut kommt dann kaum noch auf, Herbizide werden nicht mehr gebraucht, und der Boden ist vor Erosion geschützt.

Unter dem Blätterdach fällt das Laub ab und bleibt liegen. Die Halme werden nach der Abreife geschnitten, wenn die Nährstoffe in die Rhizome zurückverlagert sind, und Jahr für Jahr baut sich eine Streuauflage auf. Der Gehalt an organischer Substanz gehört zu den Bodendeskriptoren, anhand derer die Bodengesundheit nach dem EU-Bodenüberwachungsgesetz künftig bewertet wird.

Wird ein geschlossener Bestand auf einer Fläche, die vorher keine Einnahmen brachte, zehn Jahre lang jährlich geerntet, ist das bereits ein gutes Ergebnis. Ein Zeitraum von zehn Jahren lässt sich in einer mehrjährigen Haushaltsplanung abbilden.

1 Pflanzung

danach jährliche Ernten

Während der gesamten Nutzungsdauer ist keine Neuanlage nötig. Ein fachgerecht angelegter Bestand kann zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre genutzt werden; man muss sich aber nicht für die gesamte Zeit festlegen.

Niederschlag

Auf trockenen Standorten ist Bewässerung nötig

Auf unseren Feldern braucht der Bestand bei mehr als etwa 500 mm Niederschlag im Jahr keine Bewässerung, außer in Dürrejahren.

Hat sich der Bestand geschlossen, beschattet das Blätterdach den Boden und verringert die Verdunstung an der Oberfläche. Nach unserer Erfahrung übersteht ein etablierter Bestand eine Trockenphase, die einen Bestand im ersten Standjahr zurückwerfen würde.

Die Bewässerung belasteter Böden wirft eigene Fragen zu Auswaschung und Oberflächenabfluss auf. Die hydrologischen Verhältnisse sollten deshalb zusammen mit dem Boden untersucht werden.

500 mm/Jahr

darunter bewässern oder nicht pflanzen

Die Bewässerung gehört dann von Anfang an neben der Pflanzung in den Investitionsplan.

Ein Standort braucht für seine Ernte einen Abnehmer
oder eine Verwendung vor Ort.

Der Verwertungsweg für die Biomasse sollte deshalb feststehen, bevor der Pflanzplan erstellt wird.

Verwertung der Ernte

Drei Verwertungswege: Verbrennung, Vergärung und stoffliche Nutzung

Der größte Teil der Metalle bleibt unter der Erde, ein Teil gelangt aber in die Halme. Bei den drei Verwertungswegen verbleibt diese Restbelastung jeweils an einer anderen Stelle. Welcher Weg infrage kommt, hängt von den Abnehmern und Genehmigungen in der Region ab, in der die Fläche liegt.

Ein Feldhäcksler erntet einen hohen Miscanthus-Bestand und bläst das Häckselgut in einen Anhänger
Bei der Ernte wird Miscanthus gehäckselt und in einen Anhänger geblasen, Frankreich, 2013. Foto: Hamsterdancer, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Verbrennung

Die Metalle sammeln sichin der Asche

Nichtflüchtige Elemente verbleiben in der Rostasche, flüchtige wie Cadmium, Blei und Zink gehen in die Flugasche über. Eine begutachtete Studie zu Holzbiomasse von einem stillgelegten Erzbergbaustandort kam zu dem Schluss, dass deren Asche als gefährlicher Abfall entsorgt werden musste.

Ein genehmigter Entsorgungsweg für die Asche muss von Anfang an feststehen

Vergärung

Die Metalle werden abgetrenntund gelangen bei der Vorbehandlung ins Abwasser

Nach veröffentlichten Angaben entfernt eine Säurevorbehandlung schon vor der Hydrolyse bis zu 90 % des Zinks und Mangans. Das Ethanol wird bei 78 °C abdestilliert, die Metallsalze bleiben zurück. Der Ligninrückstand wird meist verbrannt, um Prozesswärme zu gewinnen.

Für das Abwasser ist ein genehmigter Entsorgungsweg nötig; das Verfahren ist nur im Labormaßstab erprobt

Stoffliche Nutzung

Die Metalle bleiben gebundenin Platten und Bausteinen; im Zellstoffwerk werden sie abgetrennt

In gepressten Dämm- und Spanplatten, kalkgebundenen Bausteinen und Biobeton werden die Fasern mit den darin enthaltenen Stoffen fest eingebunden. Im Zellstoffwerk geht der Nichtfaseranteil dagegen in die Ablauge über. Bei unbelastetem Miscanthus sind alle diese Verwertungswege etabliert.

Es gelten weiterhin die Grenzwerte für das Produkt und die Vorschriften für seine Entsorgung

Wer die Ernte verbrennt, braucht eine Genehmigung für die Entsorgung der Asche. Für die Vergärung ist eine Anlage nötig, die für diesen Rohstoff ausgelegt ist, für die stoffliche Nutzung ein Abnehmer und eine Produktprüfung. Soll die Ernte schon ab dem zweiten Jahr abgesetzt werden, kommt vor allem die stoffliche Nutzung infrage, weil dafür keine neue Anlage gebaut werden muss.

Einen Käufer für die Ballen muss der Eigentümer des Standorts selbst finden. Findet sich keiner, kann die Ernte am Standort verbrannt werden, um Wärme für Getreidetrockner, Werkstätten oder Wohnhäuser zu erzeugen, sofern es solche dort gibt.

Bei den heutigen Brennstoffpreisen ist das nach unserer Einschätzung die günstigste Verwendung, sobald der oben beschriebene Entsorgungsweg für die Asche geklärt ist. Was diese Wärme im Vergleich zu Gas, Heizöl und Pellets kostet, rechnen wir in unserem Artikel zu Miscanthus als Brennstoff vor.

110–115 €

unbelastete Ballen, ab Feldrand

je Tonne bei unseren eigenen Verkäufen; einen Preis für Biomasse von belasteten Flächen kennen wir noch nicht

Im DetailAsche im Abfallrecht, Vergärung, stoffliche Nutzung, Anhang IX und Kasachstan

Asche im EU-Recht

Im EU-Abfallrecht gibt es keinen eigenen Grenzwert für Asche aus Biomasse von belasteten Böden. Die Asche wird deshalb für jeden Standort im Einzelfall eingestuft. Die Autoren des kroatischen Versuchs aus dem Kapitel zur Radioaktivität stuften Miscanthus-Asche, auch von unbelastetem Boden, als natürlich vorkommendes radioaktives Material (NORM) ein, das wie Kohleasche unter kontrollierten Bedingungen in Bauprodukten verwendet werden kann.

Ein veröffentlichter Versuch zur Vergärung

Der einzige veröffentlichte Versuch, den wir gefunden haben, ist die Studie von 2025 aus Kapitel 06, in der Miscanthus in Boden mit zugesetztem Arsen wuchs. Die Biomasse ließ sich normal vergären, und im destillierten Ethanol war kein Arsen nachweisbar. Ergebnisse für Biomasse von einem realen belasteten Standort oder für eine Produktion im industriellen Maßstab haben wir nicht gefunden. Im EU-geförderten Projekt CERESiS wurde stattdessen die Vergasung in überkritischem Wasser erprobt; alle Versuchsläufe endeten vorzeitig, weil sich Salz- und Koksablagerungen bildeten.

Stoffliche Nutzung der Fasern

Ein Zellstoffwerk würde den Nichtfaseranteil in seine Ablauge überführen und diese verbrennen, um die Chemikalien zurückzugewinnen; die Metalle fänden sich dann in der Asche des Werks wieder. Das leiten wir aus dem Verfahren ab, eine Messung dazu haben wir nicht gefunden. Für Platten, Bausteine und Verpackungen gelten eigene Grenzwerte, etwa die EU-Obergrenze für Schwermetalle in Verpackungen.

Miscanthus als Rohstoff nach Anhang IX

Für die Förderung von Kraftstoffen zählt die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) Miscanthus zum zellulosehaltigen Non-Food-Material. Dieses Material ist in Anhang IX Teil A als Rohstoff für fortschrittliche Biokraftstoffe und Flugkraftstoff aufgeführt, unabhängig davon, auf welcher Fläche die Pflanze wächst. Bei einem belasteten Standort betreffen die offenen Fragen die Nachhaltigkeitskriterien der Richtlinie und den Metallgehalt des Kraftstoffs.

Kasachstan: Flächen des Testgeländes und eine geplante Anlage für Flugkraftstoff

Ein Gesetz von 2023 soll den bedingt sauberen Teil des 18.000 km² großen Atomtestgeländes Semipalatinsk wieder wirtschaftlich nutzbar machen. Die erste Alcohol-to-Jet-Anlage des Landes ist seit Juli 2026 in der Verfahrensplanung und soll mit Getreideethanol betrieben werden. Nach ReFuelEU wird Flugkraftstoff aus Getreide jedoch nicht auf die europäischen Ziele angerechnet (siehe unseren Artikel zu Flugkraftstoff). Die Anlage könnte stattdessen mit Gras von diesen Flächen versorgt werden, wenn es dort gepflanzt und in der trockenen Steppe bewässert würde.

Nächste Schritte · 11

Jedes Vorhaben sollte mit einer Bodenuntersuchung beginnen

Regierungen und Flächenverwalter

Belastete und marginale Flächen verursachen Kosten. Mit einer mehrjährigen Non-Food-Kultur können sie bewirtschaftet und beerntet werden. Ein Pflanzprogramm lässt sich als Rekultivierung und produktive Nachnutzung begründen, wenn es auf Bodenuntersuchungen und einem festgelegten Verwertungsweg für die Biomasse beruht. Ein Ministerium sollte zunächst auf Programmebene von seinen eigenen Bodenlaboren prüfen lassen, welche Flächen überhaupt infrage kommen.

Träger des Wiederaufbaus

Die Kultur eignet sich für Agrarflächen, auf denen noch keine Lebensmittel sicher angebaut werden können, und in den befreiten Gebieten der Ukraine laufen bereits NATO-finanzierte Versuche. Der Anbau auf geräumten Flächen sollte als Programm mit begleitenden Untersuchungen gefördert werden.

Eigentümer von Industrie-, Bergbau- und Brachflächen

Die Kultur kann einen stillgelegten Standort stabilisieren und auf einer Fläche, die sonst nur Kosten verursacht, eine Ernte bringen. Liegt bereits ein Bodengutachten vor, kann die Planung darauf aufbauen.

Bei allen drei Gruppen folgt die Arbeit an einer Fläche denselben drei Schritten in derselben Reihenfolge.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Für den Anbau von Nahrungsmitteln sind solche Flächen nicht geeignet. In der Praxis kommen Industriepflanzen infrage, die nicht in die Nahrungskette gelangen, etwa Weiden und Pappeln im Kurzumtrieb sowie mehrjährige Gräser wie Miscanthus × giganteus. Ihre Ernte wird als Brennstoff, für Platten oder als Faserrohstoff genutzt. Diese Kulturen stabilisieren den Boden und bringen einen verkäuflichen Ertrag, entziehen ihm aber nur einen kleinen Teil der Schadstoffe.

Als marginal bezeichnet man Flächen, auf denen sich der Aufwand für eine bestimmte Nutzung wegen natürlicher Einschränkungen kaum lohnt. Typische Einschränkungen sind flachgründige oder steinige Böden, kaltes oder trockenes Klima, Staunässe, steile Hänge sowie nährstoffarme oder salzhaltige Böden. Ob eine Fläche marginal ist, hängt von der Nutzung ab: Ein Grenzertragsstandort für Weizen kann sich noch für Beweidung, Forstwirtschaft oder eine mehrjährige Kultur eignen. Auch belastete Standorte zählen zu den marginalen Flächen.

Nach Angaben des EU-geförderten Projekts MAGIC unterliegen rund 29 % der Agrarfläche in der EU-28, das Vereinigte Königreich eingeschlossen, starken natürlichen Einschränkungen. Der Anteil reicht von 14 % in der kontinentalen bis 71 % in der nördlichen Umweltzone. Nach anderen Daten wurden in denselben 28 Ländern 2016 rund 36 Millionen Hektar weniger bewirtschaftet als 1975; das entspricht 18 % der Fläche von 1975.

Miscanthus lässt sich auf einem Teil der marginalen Flächen anbauen. Am besten eignen sich nährstoffarme Böden in Gebieten mit ausreichendem Niederschlag. Auf kalten, staunassen, steinigen oder steilen Flächen hängt die Eignung vom Standort ab; reiner Sand, salzhaltige Böden und Moorböden sind ungeeignet. In Interviews für eine Studie der Europäischen Kommission nannten die Befragten überwiegend wirtschaftliche und soziale Gründe dafür, dass Agrarflächen aufgegeben werden. Der Absatz der Ernte muss deshalb ebenso sorgfältig geprüft werden wie der Boden.

Miscanthus nimmt messbare Mengen auf, und in einem Gefäßversuch sank der mobile Anteil einiger Metalle im bepflanzten Boden. Dem Boden entzieht er aber nur einen kleinen Teil des Gesamtgehalts. Der Nutzen der Kultur liegt darin, dass sie den Boden stabilisiert und eine Ernte außerhalb der Nahrungskette liefert.

In Gefäßversuchen mit Böden von ehemaligen Militärstandorten und aus dem Umfeld einer stillgelegten Hütte blieb der größte Teil der aufgenommenen Metalle in den Wurzeln. Es gibt jedoch Ausnahmen. In einer Feldstudie in Belgien gelangte Arsen in die Triebe, wenn die Pflanzen unter Stress standen, und in einem Gefäßversuch enthielten einige Organe oberhalb der Wurzel mehr Blei als die Wurzel selbst. Deshalb muss jeder Standort einzeln untersucht werden.

Das ist nur mit Vorkehrungen möglich. Metalle reichern sich in der Asche an, und eine begutachtete Studie zu Holzbiomasse von einem ehemaligen Bergbaustandort kam zu dem Schluss, dass deren Asche als gefährlicher Abfall entsorgt werden musste. Für die Verbrennung sind deshalb eine Abgasreinigung und ein genehmigter Entsorgungsweg für die Asche nötig.

Durch Verbrennung lassen sich Wärme und Strom erzeugen, durch Vergärung Zellulose-Ethanol, das zu Flugkraftstoff weiterverarbeitet werden kann. Aus den Fasern können Werkstoffe wie Zellstoff, Dämm- und Spanplatten sowie kalkgebundene Bausteine hergestellt werden. Verbrennung und Faserprodukte sind bei unbelastetem Miscanthus etablierte Verwertungswege. Stammt die Ernte von einem belasteten Standort, sind bei jeder Verwertung zusätzlich Laboruntersuchungen und ein Entsorgungsweg für die im Prozess abgetrennten Stoffe nötig.

Grundsätzlich ist das möglich. Nach veröffentlichten Angaben überführt eine Säurevorbehandlung schon vor der Vergärung den größten Teil des Zinks und Mangans ins Abwasser. In einer Studie wuchs Miscanthus in Boden, dem Arsen zugesetzt worden war; im destillierten Ethanol ließ sich danach kein Arsen nachweisen. Veröffentlichte Ergebnisse für Biomasse von einem realen belasteten Standort oder für eine Produktion im industriellen Maßstab haben wir nicht gefunden.

Der Rohstoff dürfte angerechnet werden. Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (RED II) zählt Miscanthus zum zellulosehaltigen Non-Food-Material und damit zu den Rohstoffen nach Anhang IX Teil A, unabhängig davon, auf welcher Fläche er wächst. Offene Fragen betreffen die Nachhaltigkeitskriterien und den Metallgehalt des Kraftstoffs. Bevor ein Programm darauf aufgebaut wird, sollte deshalb ein Rechtsgutachten eingeholt werden.

Nein, das kann er nicht. Radiocäsium bindet sich an Bodenminerale und ist deshalb für Wurzeln kaum verfügbar; auf belasteten Böden bei Tschernobyl gingen weniger als 0,1 % davon in das Holz von Weiden über. Bei der einzigen direkten Messung an Miscanthus, die wir gefunden haben, lag Cäsium-137 unter der Nachweisgrenze; dieser Versuch lief allerdings auf unbelastetem Boden. Eine Ernte von belasteten Flächen dürfte daher nur geringe Mengen der Radionuklide enthalten. Eine Messung, die das bestätigt, haben wir aber nicht gefunden.

Miscanthus wird nur einmal gepflanzt, und das erste Jahr ist das schwierigste. Ohne Pflege kann ein junger Bestand durch Unkraut und Trockenheit verloren gehen, und im ersten Jahr ist der Ertrag sehr gering. Hat sich der Bestand nach ein bis zwei Jahren geschlossen, kommt unter dem Blätterdach kaum noch Unkraut auf, und außer der jährlichen Ernte fällt wenig Arbeit an.

Der Boden wird wie für Mais vorbereitet, und das Pflanzgut kostet rund 3.000 € je Hektar. Im ersten Jahr ist eine Unkrautbekämpfung nötig, und die erste Ernte folgt im zweiten Jahr. Für unbelastete Ballen erhalten wir bei unseren eigenen Verkäufen 110–115 € je Tonne ab Feldrand; einen Käufer muss der Eigentümer des Standorts allerdings selbst finden. Findet sich keiner, kann die Ernte als Brennstoff für die eigenen Getreidetrockner oder zum Heizen der Gebäude am Standort genutzt werden, sobald der Entsorgungsweg für die Asche geklärt ist.

Bei mehr als etwa 500 mm Niederschlag im Jahr braucht er keine Bewässerung, von Dürrejahren abgesehen. Auf trockeneren Standorten muss bewässert werden, und die Kosten dafür gehören von Anfang an in die Planung. Nach unserer Erfahrung übersteht ein geschlossener Bestand eine Trockenphase, die einen Bestand im ersten Standjahr zurückwerfen würde, auch weil das Blätterdach den Boden beschattet.

Zuerst müssen die Flächen von Minen geräumt werden. Ist eine Fläche geräumt, geht es um die Frage, wie sie genutzt werden soll. Die Kultur ist steril, dient nicht der Ernährung und wird in den befreiten Gebieten der Ukraine bereits in NATO-finanzierten Versuchen angebaut. Wer belasteten Boden bearbeitet, muss sich trotzdem vor Bodenkontakt und Staub schützen.

Der sterile Klon von Miscanthus × giganteus bildet keine keimfähigen Samen. Er kann sich daher nicht auf Nachbarflächen aussamen, und über seine Rhizome dehnt sich der Bestand am Feldrand nur langsam aus. Hochwasser kann Rhizomstücke flussabwärts schwemmen; legen Sie Bestände deshalb nicht an Bachufern oder Grabenböschungen an, die überflutet werden. Aus Samen gezogener Miscanthus ist eine andere Pflanze, die sich über Samen ausbreiten kann; beim sterilen Klon besteht dieses Risiko nicht.

Eine Anmerkung von uns

Wer das geschrieben hat

Diesen Artikel haben wir selbst geschrieben. Wir bauen Miscanthus an und verkaufen Pflanzgut. Verwendet haben wir die unten aufgeführten Quellen und unsere eigenen Zahlen.

Die Angaben entsprechen dem Stand bei der Veröffentlichung. Die Forschung geht weiter, Fehler sind möglich, und einige Zahlen stammen aus Zusammenfassungen von Studien. Prüfen Sie die Zahlen daher, bevor Sie sich darauf stützen.

Wenn Sie einen Fehler finden oder genauere Zahlen haben, schreiben Sie uns an info@miscanthus.eu oder nutzen Sie das Formular weiter unten.

Gezeichnet Das Team von Zelena Biomasna Energija
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Junge Miscanthus-Reihen auf leichtem Boden, angelegt von Zelena Biomasna Energija
Einer unserer Bestände in den ersten Standjahren.

Quellen

  1. Europäische Umweltagentur / JRC. Progress in the management of contaminated sites (Datenstand 2016): ≈2,8 Mio. potenziell belastete Standorte; 1,38 Mio. erfasst; ≈115.000 saniert; ≥166.000 mit voraussichtlichem Sanierungsbedarf; Arbeitsannahme 100.000 € je Standort, insgesamt 16,6 Mrd. €.
  2. Richtlinie (EU) 2025/2360 zur Bodenüberwachung und für Bodenresilienz (Bodenüberwachungsgesetz), in Kraft seit 16. Dezember 2025.
  3. Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine, Minister W. Kowal (März 2025): ≈20,5 % der landwirtschaftlichen Fläche verloren; ≈2 Mio. ha Agrarfläche potenziell vermint. CSIS, Demining Ukraine's Farmland (Dezember 2024).
  4. Elbersen, B., van Eupen, M., Mantel, S., Verzandvoort, S., Boogaard, H., Mucher, S. et al. Methodological approaches to identify and map marginal land suitable for industrial crops in Europe. Projekt MAGIC (Horizon 2020, Fördervereinbarung 727698), Deliverable D2.6 (2018), Tabellen 7–8; zitiert die Definitionen marginaler, empfindlicher und degradierter Flächen von FAO und CGIAR (1999). DOI 10.5281/zenodo.3539311, CC BY 4.0.
  5. Elbersen, B., Hart, K., Koper, M., van Eupen, M., Keenleyside, C., Verzandvoort, S., Kort, K., Cormont, A., Giadrossi, A. & Baldock, D. Analysis of actual land availability in the EU; trends in unused, abandoned and degraded (non) agricultural land and use for energy and other non-food crops. Abschlussbericht für die Europäische Kommission, ENER/C2/2018-440, Wageningen, 16. Oktober 2020: Tabelle 9.5 (landwirtschaftlich genutzte Fläche 1975–2016) und Abschnitte 3.3 und 4.4 (Interviews der Fallstudien).
  6. Delegierte Verordnung (EU) 2019/807 der Kommission, Art. 2 (ungenutzte und aufgegebene Flächen); Richtlinie (EU) 2018/2001 (RED II), Anhang V Teil C, Nr. 8–9 (stark degradierte Flächen und ihr Emissionsbonus).
  7. FAO. FAO kicks off project aimed at tackling land degradation in Ukraine (10. Mai 2018): degradierte und unproduktive Ackerflächen über 20 %, mehr als 6,5 Millionen Hektar.
  8. US EPA. RE-Powering America's Land (>190.000 Standorte vorab für erneuerbare Energien auf belasteten Flächen geprüft).
  9. US Department of Energy, Bioenergy Technologies Office. 2023 Billion-Ton Report, Kap. 5 (≈398 Mio. US-Tonnen Trockenmasse im Jahr aus eigens angebauten Energiepflanzen auf ≈76 Mio. Acres Acker- und Weideland).
  10. Pidlisnyuk, V., Erickson, L., Stefanovska, T., Popelka, J., Hettiarachchi, G., Davis, L. & Trögl, J. Potential phytomanagement of military polluted sites and biomass production using biofuel crop Miscanthus × giganteus. Environmental Pollution 249:330–337 (2019). DOI 10.1016/j.envpol.2019.03.018. Zweijähriger Gefäßversuch mit Böden aus Sliač (SK) und Kamjanez-Podilskyj (UA).
  11. NATO Science for Peace and Security. Projekt G6094 „MilClimATech“ (27. September 2023 bis 26. September 2027), geleitet von der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität (Pidlisnyuk). Partner: Ternopil V. Hnatiuk National Pedagogical University, Lviv Polytechnic, NULES, Hendrix College (USA), Royal Military College of Canada; assoziierte Einrichtung: Al-Farabi Kazakh National University. Standorte: Worsel (Oblast Kyjiw) und Dolyna (Oblast Iwano-Frankiwsk). milclimatech.cz.
  12. Nsanganwimana, F., Al Souki, K. S., Waterlot, C., Douay, F., Pelfrêne, A., Ridošková, A., Louvel, B. & Pourrut, B. Potentials of Miscanthus × giganteus for phytostabilization of trace element-contaminated soils: ex situ experiment. Ecotoxicology and Environmental Safety 214:112125 (2021). DOI 10.1016/j.ecoenv.2021.112125. 93-tägiger Gefäßversuch; mittlere Translokationsfaktoren von der Wurzel in die Organe 0,01–0,06 Cd, 0,11–1,15 Pb, 0,09–0,79 Zn.
  13. Nurzhanova, A., Pidlisnyuk, V., Abit, K., Nurzhanov, C., Kenessov, B., Stefanovska, T. & Erickson, L. Comparative assessment of using Miscanthus × giganteus for remediation of soils contaminated by heavy metals: a case of military and mining sites. Environmental Science and Pollution Research 26(13):13320–13333 (2019). DOI 10.1007/s11356-019-04707-z.
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  15. Testa, G. et al. Harnessing lignocellulosic crops for phytomanagement of contaminated soils: a multi-country study. Plants 13(19):2671 (2024). DOI 10.3390/plants13192671. Zweijähriger Gefäßversuch.
  16. Cerazy-Waliszewska, J., Wojciechowska, Z., Białas, W., Mleczek, M., Niedzielski, P., Proch, J. & Pniewski, T. Effect of arsenic speciation on growth, physiology, and bioethanol yield in two Miscanthus × giganteus genotypes. Journal of Environmental Management 394:127343 (2025). DOI 10.1016/j.jenvman.2025.127343.
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  26. Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), Art. 5: Pb, Cd, Hg und Cr(VI) in Verpackungen zusammen ≤100 mg/kg. Die Verordnung gilt ab dem 12. August 2026 und hebt die Richtlinie 94/62/EG auf.
  27. Richtlinie (EU) 2018/2001 (RED II), Art. 2 Nr. 42 („zellulosehaltiges Non-Food-Material“ umfasst Miscanthus) und Anhang IX Teil A; Delegierte Richtlinie (EU) 2024/1405 der Kommission zur Änderung von Anhang IX.
  28. Verordnung (EU) 2023/2405 (ReFuelEU Aviation): Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen sind vom anrechenbaren Flugkraftstoff ausgeschlossen.
  29. Gesetz der Republik Kasachstan über die Semipalatinsker Zone nuklearer Sicherheit (2023).
  30. Machbarkeitsstudie von LanzaJet, KMG-Aero und KazFoodProducts (April 2025); Process Design Package und PURESAF-Lizenzverträge von KMG-Aero, KazFoodProducts und KBR (Juli 2026).
  31. Fotos: Titelbild und Kapitel 02 (Jahidne), U.S. Department of State, gemeinfrei; Kapitel 07, Adam Jones via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0, Ausschnitt. Die übrigen Fotos von Wikimedia Commons sind in ihren Bildunterschriften nachgewiesen. Die Fotos von Rhizomen, Beständen und Reihen sind unsere eigenen.
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